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Wie wichtig ist Schlaf nach einem Schlaganfall?
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20. Juni 2022 4 minutes
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Junger Mann schläft in seinem Bett, Bild in der Vogelperspektive

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Studien zeigen, dass der Schlaf nach einem Schlaganfall oder einem Schädel-Hirn-Trauma (SHT) eine wichtige Rolle in der Neurorehabilitation spielt. Ein gesunder Schlaf fördert die Neuroplastizität, kann zu einem besseren Lernen und Gedächtnis beitragen und die Leistung bei motorischen Aufgaben fördern.

 

Silhouette einer Person mit einer Uhr im Kopf.

Schlaganfall und Schädel-Hirn-Trauma: Welche Rolle spielt der Schlaf?

Nach einem Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Trauma entwickeln sich häufig Schlafstörungen wie Schlaflosigkeit, schlafbezogene Atmungsstörungen oder das Restless-legs-Syndrom. Schlafstörungen können die Rehabilitation und funktionelle Erholung negativ beeinflussen.

Ausreichend langer und erholsamer Schlaf ist in der akuten und subakuten Phase nach einem Schlaganfall wichtig für die kurz- und langfristige Erholung. Eine Studie konnte nachweisen, dass sich ein ausgewogenes Schlafverhalten positiv auf die kognitiven Fähigkeiten von Patienten auswirkt.

Die Förderung des Schlafes sollte Teil der Rehabilitation nach einem Schlaganfall oder einem Schädel-Hirn-Trauma sein. Kognitive Verhaltenstherapie kann Patienten helfen, mit der neuen Situation umzugehen und Strategien für einen gesunden Schlaf-Wach-Rhythmus zu finden.

Zusätzlich können einfache Tricks aus der Schlafhygiene genutzt werden, um den Schlaf-Wach-Rhythmus zu fördern und damit die Lebensqualität zu steigern.

 

 

 

9 Tipps für einen erholsamen Schlaf nach einem Schlaganfall

  1. Schalten Sie mögliche Lärmquellen aus. Smartphone, Tablet und Co. sollten aus dem Schlafzimmer verbannt werden. Im Krankenhaus oder der Reha-Einrichtung kann das Smartphone in einem Kasten verstaut werden.
  2. Schließen Sie Vorhänge, Jalousien oder Rollos und entfernen Sie künstliche Lichtquellen wie blinkende Uhren aus dem Blickfeld.
  3. Sorgen Sie für eine angenehme Atmosphäre im Schlafbereich. Zu Hause können Vorhänge oder Naturtextilien genutzt werden, um eine entspannte Atmosphäre zu schaffen. Im Krankenhaus spenden gewohnte Gegenstände oder Bilder aus den eigenen vier Wänden Geborgenheit.
  4. Prüfen Sie die Nebenwirkungen von Medikamenten. Manche Medikamente können den Schlaf beeinflussen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Möglichkeiten den Schlaf zu verbessern.
  5. Verzichten Sie abends auf Koffein, Alkohol und schweres Essen.
  6. Reduzieren Sie Zeit vor Bildschirmen. Vor allem in der Stunde vor dem Schlafengehen sollten Sie Aktivitäten abseits von technischen Geräten wie Lesen bevorzugen.
  7. Verbringen Sie nach Möglichkeit jeden Tag zumindest eine halbe Stunde an der frischen Luft. Natürliches Licht hilft dem Körper den Schlaf-Wach-Rhythmus zu koordinieren.
  8. Finden Sie ein Abendritual. Regelmäßige Rituale signalisieren dem Körper, dass es Zeit zum Entspannen ist. Beispiele sind ein warmes Bad, Lesen, Entspannungsmusik oder leichte Mobilisationsübungen.
  9. Hineinsteigern in Schlafprobleme hilft nicht. Besser ist Ablenkung wie beispielsweise die Konzentration auf die Ein- und Ausatmung oder das Erlernen von Entspannungstechniken.

Nach einem Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Trauma kann es normal sein, dass der Schlaf einige Zeit braucht, um wieder einen natürlichen Rhythmus zu finden. Hören Sie gut auf Ihren Körper und geben Sie ihm genügend Zeit zur Regeneration.

Bei länger andauernden Problemen sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Möglichkeiten den Schlaf zu verbessern.

Aktive Rehabilitation und erholsame Regeneration verbinden

Technologiegestützte Neurorehabilitation kann einen individuell abgestimmten Therapieplan ergänzen, indem sie tagsüber ein intensives, wiederholtes und motivierendes Training ermöglicht. Die Therapiegeräte von Tyromotion unterstützen verschiedene Bereiche der Rehabilitation – zum Beispiel Amadeo und Diego für die Rehabilitation von Hand, Arm und Schulter, Myro für interaktive motorische und kognitive Übungen sowie Lexo oder Omego Plus für das Training der unteren Extremitäten und des Gehens. Während diese Systeme Patientinnen und Patienten dabei unterstützen, funktionelle Fähigkeiten aktiv zu trainieren, gibt ausreichender Schlaf dem Gehirn Zeit, neu erlernte Bewegungen und Erfahrungen zu verarbeiten. Eine ausgewogene Kombination aus gezielter Therapie, angemessenen Erholungsphasen und gesundem Schlaf kann daher den Rehabilitationsprozess nach einem Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Trauma unterstützen.