Slinky Background
Eine Hand greift nach einer Schachfigur auf einem Schachbrett, umgeben von anderen Steinen.

Forschung

Klinische Evidenz und wissenschaftliche Forschung
bestätigen die Wirksamkeit unserer Rehabilitationstechnologien.

Evidenz, die Neurorehabilitation voranbringt.

Gemeinsam mit Kliniken, Therapeuten sowie Forschungspartnern weltweit validieren und entwickeln wir unsere Rehabilitationstechnologien kontinuierlich weiter.

Publication date
2026
2025
2024
2023
2022
2021
2020
2019
2018
2017
2016
2014
2013
2012
2011
Device (1)
Lexo
Amadeo
Diego
Omego Plus
Pablo
Tymo
Myro
Indication
Brain Injury
Brain Tumor
Cancer
Cervical or lumbal spine instability
Charcot Marie Tooth
Geriatric
Guillain Barrè syndrome
Hand Surgery
Healthy Adults
Motorneuron disease
Muscular disease
Multiple Sclerosis
Neurologic
Normal Pressure Hydrocephalus (NHP)
Orthopedic
Parkinson’s Disease
Patients
Pediatric
Polytrauma
Pusher Syndrom
Radial nerve injury
Rehabilitation Experts
Shoulder prosthesis
Spinal Cord Injury
Stroke
Therapists
Upper limb fractures/surgery
Guerrini A, Siotto M, Fasano A, Cocco C, Germanotta M, Cipollini V, Cortellini L, Pavan A, Lattanzi S, Insalaco S, Antonacci E, Ruco E, Khazrai YM, Aprile IG. Front Nutr. 2025 Dec 17;12:1694609.
Platz T, Laborn T, Laborn M, Kaiser K. Neuroreha 2025; 17(04): 174-179.
Cocco C, Siotto M, Guerrini A, Germanotta M, Falchini F, Cipollini V, Cortellini L, Pavan A, Lattanzi S, Insalaco S, Papadopoulou D, Ruco E, Antonacci E, Aprile IG. Neurol Int. 2025 Nov 30;17(12):193.
Gower V, Hamilton T, Spinelli F, Randazzo M, Aprile IG, Falchini F, Germanotta M, Gramatica F, Wagner T, Krebs HI. Sci Rep. 2025 Nov 19;15(1):40720.
Kilkki MM, Poutanen J, Kauranen K, Arokoski J, Hiekkala S. JMIR Rehabil Assist Technol. 2025 Oct 2;12:e78091.
Tramonti C, Gnetti B, Gemignani P, Callegari S, Germanotta M, Cecchi F, Aprile IG, Balbi P. Eur J Transl Myol. 2025 Oct 2;35(3):12758.
Guerrini A, Siotto M, Cocco C, Germanotta M, Cipollini V, Cortellini L, Pavan A, Lattanzi S, Insalaco S, Khazrai YM, Aprile IG. Sci Rep. 2025 Jan 13;15(1):1774.
Siotto M, Guerrini A, Cocco C, Germanotta M, Fasano A, Cipollini V, Cortellini L, Pavan A, Insalaco S, Antonacci E, Ruco E, Mosca R, Graziosi A, Spatola P, Malanga MR, Campana B, Aprile IG. Nutrients. 2024 Oct 22;16(21):3589.

Studienblog

Therapiekosten in $ pro Stunde

Kosteneffizienz der Rehabilitationsrobotik

Diese Meilensteinstudie evaluiert die Kosteneffizienz der robotergestützten Rehabilitation der oberen Extremitäten nach einem Schlaganfall. Dabei werden die Organisationsmodelle von drei großen randomisierten kontrollierten Studien verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass ein höheres Patienten-Therapeuten-Betreuungsverhältnis und eine effiziente Nutzung der Geräte erhebliche Kostensenkungen im Vergleich zu konventionellen Therapieformen ermöglichen: FDG (Italien) konnte die Kosten um 30 % senken (6187 Std./Jahr, 3:1 Verhältnis), VA Robotics (US) um 18 % (4300 Std./Jahr, 4:1), während RATULS (UK) Mehrkosten von 105 % verzeichnete (1820 Std./Jahr, 1:1). Das Fondazione Don Gnocchi (FDG) Modell basiert auf technologiegestützter Gruppentherapie unter Verwendung von Geräten von Tyromotion (Amadeo, Diego, Pablo). Die Kombination von robotergestützter und konventioneller Therapie kann die Kosten pro Behandlungsstunde senken und die Zugänglichkeit erhöhen, indem mehr Patienten behandelt werden oder die Therapiezeit für Patienten erhöht wird.

Multizentrische RCT-Studie
Robotergestützte Gruppentherapie der Oberen Extremität

Eine multizentrische randomisierte kontrollierte Studie (RCT) in acht Fondazione Don Gnocchi Rehabilitationszentren (FDG, Italien) untersuchte die robotergestützte Therapie der oberen Extremität bei 247 Patienten mit Schlaganfall in der subakuten Phase. Ein neues Organisationsmodell, bei dem drei Patienten gleichzeitig von einem Therapeuten (Betreuungsverhältnis 3:1) mit sich ergänzenden Geräten (Amadeo, Diego, Pablo) betreut werden, wurde mit konventioneller 1:1 Therapie verglichen. Die Patienten erhielten täglich 45 Minuten robotergestützte oder konventionelle Therapie, 5 Tage pro Woche, über 30 Einheiten. Beide Gruppen erzielten klinisch bedeutsame Verbesserungen der motorischen Funktion der oberen Extremitäten, der Alltagsaktivitäten und der Teilhabe, wobei die robotergestützte Gruppe eine signifikant größere Verbesserung der Muskelkraft zeigte.

Robotergestütztes Gangtraining mit Lexo bei Neurologischen Erkrankungen

Das Reha Zentrum Münster (Österreich) untersuchte robotergestütztes Gangtraining mit Lexo bei Patienten mit häufigen oder seltenen neurologischen Erkrankungen, darunter Schlaganfall, Multiple Sklerose, Parkinson und Rückenmarksverletzungen. Die Patienten erhielten 45 Minuten pro Tag, 4 Tage die Woche über 4 Wochen ein Gangtraining mit dem Lexo. Die Akzeptanz bei Patienten war hoch. Das robotergestützte Gangtraining mit Lexo führte zu signifikanten und klinisch bedeutsamen Verbesserungen der Gehfähigkeit, Gehgeschwindigkeit, Gehstrecke und funktionellen Mobilität sowie zu einer hohen Erreichung individueller Patientenziele. Diese Ergebnisse unterstreichen die wachsende Bedeutung innovativer Technologien in der Neurorehabilitation.

Robotergestützte Handrehabilitation
bei Parkinson-Krankheit

Eine randomisierte kontrollierte Studie der Forschungsgruppe des IRCCS Bonino Pulejo Messina und Rocco Salvatore Calabrò untersuchte die Auswirkungen der robotergestützten Handtherapie mit Amadeo im Vergleich zu konventioneller Physiotherapie bei 40 Menschen mit Parkinson-Krankheit. Über 8 Wochen erhielten die Patienten 36 Stunden robotergestützte oder konventionelle Therapie. Die Amadeo-Gruppe zeigte signifikant größere Verbesserungen sowohl in der Handmotorik als auch in der kognitiven Funktion. Ein wesentlicher Studienerfolg ist, dass das wahrgenommene Stigma in der Amadeo-Gruppe deutlich abgenommen hat. Die Studie verdeutlicht, wie intensive, technologiegestützte Rehabilitation eine wichtige Rolle bei der Verbesserung der Behandlungsergebnisse spielen kann und spricht für die Integration der robotergestützten Therapie für Menschen mit Parkinson-Krankheit.

Therapieart und -dauer

Intensive Ambulante Rehabilitation
der Oberen Extremitäten

Professor Thomas Platz untersuchte die Effekte einer zweiwöchigen intensiven schädigungsorientierten Armrehabilitation im Einzeltherapiesetting in den ambulanten Therapiezentren Laborn, Deutschland. Während 40 Stunden über zwei Wochen erhielten 100 Patienten (90 % mit schwerer Armparese) eine technologiegestützte Armrehabilitation in Kombination mit einem Arm Basis Training oder Arm-Fähigkeitstraining. Während 75 % der Trainingszeit (30 Stunden) kamen Therapiegeräte von Tyromotion zum Einsatz. Die Studienergebnisse zeigen, dass das intensive Programm von schwer betroffenen chronischen Schlaganfallpatienten gut toleriert wird. Die signifikanten und klinisch bedeutsamen Verbesserungen der motorischen Funktion legen nahe, dass die selektive Bewegungssteuerung tatsächlich (teil-)restauriert und nicht nur kompensiert wurde. Eine gesteigerte Alltagsnutzung der betroffenen Extremität belegt den Transfer von Therapieerfolgen in den Alltag.

Validität und Reliabilität
des Tymo Balance Test

Eine Validität- und Reliabilitätsstudie verglich die Ergebnisse des Tymo Balance Tests mit einer Laborkraftmessplatte. Die sehr starken Korrelationen der COP-Pfade (COP, Center of Pressure /Druckmittelpunkt) zeigen, dass die Messgenauigkeit von Tymo mit einem Goldstandardgerät vergleichbar ist. Die klinische Validität des Tymo Balance Tests bei Schlaganfallpatienten wurde durch seine Korrelationen mit dem Berg Balance Test und die Reliabilität durch wiederholte Messungen gezeigt. Im Vergleich zum Berg Balance Test kann der Tymo Balance Test schneller und einfacher ausgeführt werden und leidet nicht unter Deckeneffekten. Insgesamt ermöglicht Tymo eine klinisch valide und zuverlässige Gleichgewichtstestung und stellt eine mobile, praktische Alternative zu Laborsystemen dar.

Forschungskooperationen