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Fitness fürs Gehirn nach einem Schlaganfall: 5 Übungen für zu Hause
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13. Dezember 2022 4 minutes
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Seniorin/Senior setzt ein Puzzle zusammen.
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Das Leben nach einem Schlaganfall ist oft sowohl für Patienten als auch für ihre Familien anders. Nach einem Schlaganfall erleben viele Patienten körperliche Veränderungen. Sie können möglicherweise eine Körperseite nicht mehr fühlen oder bewegen oder haben Schwierigkeiten mit dem Gleichgewicht oder der Koordination.

Viele Rehabilitationstherapien konzentrieren sich auf die Wiedererlangung körperlicher Fähigkeiten. Ein Schlaganfall kann jedoch auch zu einem Abbau kognitiver Fähigkeiten führen.

 

Was ist kognitive Therapie?

Kognitive Beeinträchtigungen treten häufig bei Schlaganfall-Überlebenden auf. Kognitive Funktionen umfassen geistige Fähigkeiten wie Problemlösen, das Erinnern von Informationen und klares Denken.

Glücklicherweise beginnt das Gehirn, sich selbst zu heilen, wenn es durch einen Schlaganfall geschädigt wird. Neurowissenschaftler bezeichnen diese Eigenschaft als Plastizität.

Plastizität bezeichnet die Fähigkeit des Gehirns, seine Struktur und Funktion verändern zu können. Durch regelmäßige, wiederholte Stimulation können Schlaganfallpatienten ihr Gehirn neu trainieren und die Regeneration fördern. Anders ausgedrückt, hat das Gehirn die Fähigkeit motorische und kognitive Fähigkeiten wieder aufzubauen.

Kognitive Therapie konzentriert sich auf Techniken, die helfen, die Denkfähigkeiten einer Person zu verbessern. Während der kognitiven Rehabilitation arbeitet man häufig mit einer geschulten Fachkraft, wie z. B. einem Ergotherapeuten, zusammen. Es gibt viele verschiedene Methoden und Ansätze, um die kognitiven Funktionen nach einem Schlaganfall wiederzuerlangen. Entscheidend ist, Aktivitäten zu finden, die einem Freude bereiten.

 

Gehirnübungen nach einem Schlaganfall

Wie bei allem, führen auch beim Gehirntraining Konsequenz und Ausdauer zum Erfolg. Neben der Therapie mit ausgebildeten Ergotherapeuten, können auch viele Übungen zu Hause durchgeführt werden.

Brettspiele und Puzzle bauen

Spiele können helfen, die geistigen Fähigkeiten nach einem Schlaganfall zu verbessern und Gedächtnisverlust zu verhindern. Brettspiele wie Monopoly trainieren das Lösen von Problemen und das Entwickeln von Strategien. Auch Kartenspiele fördern Gedächtnis und Aufmerksamkeit und trainieren die Feinmotorik.

Puzzles, Denksportaufgaben oder Wortspiele wie Sudoku und Kreuzworträtsel verlangen abstraktes Denken und fördern die Neuroplastizität.

Online-Spiele

Mittlerweile finden sich im Internet zahlreiche Gehirnjogging-Apps und -Spiele. Diese können am Laptop, Smartphone oder Tablet gespielt werden. Online-Spiele können sowohl das kognitive Training unterstützen als auch die Feinmotorik trainieren.

Lesen und Hörbücher

Das Lesen oder Hören eines Romans trainiert das Gehirn aufmerksam zu sein und sich wichtige Details zu merken. Lautes Vorlesen kann helfen, die Aussprache nach einem Schlaganfall zu verbessern. Versuchen Sie, die Geschichte mit einem Freund oder Familienmitglied zu besprechen oder nachzuerzählen, um Ihr Gedächtnis zu trainieren und kritisches Denken zu üben.

Musik hören

Das Hören von Musik ist ein unterschätztes Gedächtnistraining. Versuchen Sie die Strophen in Gedanken oder auch laut mitzusingen! Sie trainieren damit Ihr Gedächtnis und die Fähigkeit Gehörtes wiederzugeben. Ein positiver Nebeneffekt: Musik hören macht Spaß und fördert die Entspannung.

Kreative Tätigkeiten

In der Forschung ist bekannt, dass körperliche und geistige Rehabilitation oft Hand in Hand gehen. Wenn Sie Ihr Gehirn durch Bewegung körperlich stimulieren, tut das auch Ihrem Gehirn gut.

Hobbys wie Basteln, Malen oder Zeichnen fördern die Problemlösungskompetenz, vorausschauendes Planen und abstraktes Denken.

Eine weibliche Person mit einer Gesichtsmaske, die eine Therapie mit Myro durchführt.

Kognitive Rehabilitation und moderne Technologien

Das Gehirn kann sich nach einem Schlaganfall auf wundersame Weise erholen. Dieses Wunder nennt man Neuroplastizität. Der Schlüssel dazu sind Übung und Wiederholung. Es gibt viele Möglichkeiten, kognitive Fähigkeiten zu trainieren, sowohl zu Hause als auch in spezialisierten Reha-Einrichtungen.

Technologiebasierte Therapiegeräte können auch in der kognitiven Rehabilitation eingesetzt werden. In interaktiven Therapieprogrammen trainieren Betroffene spielerisch ihre Gehirnfunktionen.

Myro ist ein sensorbasiertes Therapiegerät, welches zur Therapie von kognitiven und motorischen Funktionen eingesetzt werden kann. Therapieprogramme wie das Finden von Symbolen, das Verbinden von Punkten oder Malen nach Zahlen bringen Abwechslung in den Therapiealltag.