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Werner David G. – Multiple Sklerose

Patientengeschichten
25. April 2022 4 minutes
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Person im Rollstuhl, Rückenansicht
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Patientengeschichte: Wie mir Multiple Sklerose (MS) einen neuen Lebenssinn gegeben hat

Werner David W. aus Graz, Österreich, ist ausgebildeter Volksschullehrer und Kinderbuchautor. Und er hat Multiple Sklerose – vermutlich bereits seit seinem zehnten Lebensjahr. Im Gespräch hat uns Werner David erzählt, wie die Krankheit sein Leben verändert hat, wie er robotische Geräte in die Langzeittherapie von MS integriert und welche neue Berufung er durch die Krankheit gefunden hat.

Werner David W. aus Graz, Österreich hält ein Buch in den Händen

Multiple Sklerose: Neue Berufung gefunden als Kinderbuchautor

Das Kinderbuch “Wilfried, der einsame Stern” war für Werner David eine Möglichkeit, seinen Gefühlen ein sinnvolles Ventil zu geben.
Durch meine MS Erkrankung habe ich mich sehr oft sehr einsam gefühlt. Dann habe ich mich gefragt, was im Universum wohl am einsamsten ist. Ein Stern ist so weit weg von allen Dingen, da muss er doch einsam sein“, sagte Werner David im Interview über die Entstehungsgeschichte seines Buches.

Das Kinderbuch ist eine rührende Geschichte über Freundschaft und Einsamkeit und soll Kindern zeigen, dass Einsamkeit nicht immer etwas Schlechtes sein muss.

Werner David W. von hinten, sitzend vor einer Gruppe von Kindern, liest aus einem Buch

Multiple Sklerose: Die Krankheit mit tausend Gesichtern

Im Gespräch mit Werner David wird schnell klar, dass er schon viel erlebt hat. Im Alter von 18 Jahren bekam er die Diagnose MS gestellt. Vermutlich litt er aber schon einige Jahre zuvor an der chronisch-entzündlichen Autoimmunkrankheit.

Wie auch bei anderen Autoimmunkrankheiten richtet sich bei MS der Körper gegen sich selbst. Das Immunsystem greift körpereigene Strukturen an und zerstört diese als wären es gefährliche Krankheitserreger. Bewegungsimpulse vom Gehirn können nicht mehr oder nicht mehr richtig an Arme und Beine weitergeleitet werden. Es kommt u.a. zu Lähmungen, Koordinationsstörungen oder schmerzhaften Muskelkrämpfen. Typisch für MS ist ein schubförmiger Verlauf. Die Ausprägung der Krankheitsaktivität ist bei jedem Patienten anders. Daher wird MS auch als die Krankheit mit tausend Gesichtern genannt.

 

Robotische Geräte in der Langzeittherapie von Multipler Sklerose (MS)

Bei Werner David beeinflusst die entzündliche Erkrankung vor allem seine unteren Gliedmaßen. Er sitzt seit zehn Jahren im Rollstuhl. Robotische Geräte wie der Omego Plus helfen ihm in der Rehabilitation. In der stationären sowie ambulanten Therapie nutzt er vor allem die Fahrradfunktion: „Auch wenn ich meine Beine selbst nicht mehr bewegen kann, ermöglicht mir die assistive Therapie am Omego Plus wieder das Fahrradfahren.“

Durch die Mobilisation der Beine trainiert er seine Ausdauer, beugt einer Muskelatrophie vor und aktiviert sein Herz-Kreislauf-System sowie seinen Stoffwechsel. Im Gehirn werden jene Areale gezielt stimuliert, die für die Bewegungssteuerung verantwortlich sind.

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Fußheberschwäche trainieren bei Multipler Sklerose

Auch die Fußheberfunktion nutzt Werner David am Omego Plus in der Therapie. Selbst wenn er im Rollstuhl sitzt, bringt ihm das Training gesundheitliche Vorteile:

  • Erhalt der Beweglichkeit
  • Muskelaufbau und Vorbeugung von Muskelschwund
  • Ausdauertraining
  • Verbesserte Gelenksversorgung
  • Anregung von Herz-Kreislauf-System und Stoffwechsel
  • Reduktion der Thrombosegefahr
Rote runde Grafik mit wütendem Gesicht

Negativen Gedanken nicht die Überhand lassen

In schwierigen Phasen hilft es Werner David, sich darauf zu konzentrieren, was in seinem mentalen Gedankenkarussell abläuft: „Es geht nicht darum, immer positiv zu denken. Das geht auch gar nicht. Negative Gedanken kommen so und so. Wichtig ist es, negative Gedanken zu akzeptieren und nicht zuzulassen, dass sie Überhand nehmen. So finde ich immer wieder zu einem positivem Lebensgefühl zurück.“

 

Wir wünschen Werner David weiterhin viel Erfolg bei seiner Rehabilitation und freuen uns auf viele weitere großartige Kinderbücher!

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Autorin: Michaela Partel

 

Quellen:

Website Werner David Wiechenthaler

Bilder: Werner David Wiechenthaler