Autor: julia.perus

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Ernährung nach Schlaganfall: gesund essen und bleiben
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2. September 2026 6 minutes
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Auswahl an gesunder Lebensmittel

Gesund essen und trinken: Vorsorge und Nachsorge bei Schlaganfall

Eine ausgewogene Ernährung ist die Basis für einen gesunden Lebensstil – generell und besonders nach einem Schlaganfall. Gesunde Lebensmittel können das Schlaganfallrisiko drastisch senken. Aber auch nach dem Schlaganfall können Patienten von einem Ernährungsplan und individuellen Strategien für die Nahrungsaufnahme stark profitieren. Mit ausgewählten Lebensmitteln können nicht nur die Genesung beeinflusst, sondern langfristig gesunde Routinen für den Alltag geschaffen werden.

 

Schlaganfall: Notwendigkeit zur Neuorientierung

Menschen, die einen Schlaganfall hinter sich haben, stehen vor ganz neuen Herausforderungen, wenn es um die Ernährung geht. Viele haben Schwierigkeiten damit, ausreichend Nahrung und Nährstoffe zu sich zu nehmen, was eine Unter- oder Mangelernährung zur Folge haben kann. Eine Studie etwa ergab, dass rund ein Fünftel der Patienten, die mit akutem Schlaganfall ins Krankenhaus eingeliefert werden, bereits davor unter- oder mangelernährt sind. Eine unausgewogene oder ungesunde Ernährung kann dazu führen, dass die Muskelkraft, die Widerstandsfähigkeit gegen Infektionen, aber auch die Wundheilung, beeinträchtigt wird. All diese Faktoren führen zu der Notwendigkeit, dass sich Patienten in der Ernährung umorientieren und diese auch umstellen müssen.

Ältere Dame hält Löffel mit beiden Händen fest

Therapie bei Problemen mit der Nahrungsaufnahme & Verdauung

Die Nahrungsaufnahme selbst kann sich bei Patienten mit Schlaganfall durch die damit verbundenen Symptome und Beeinträchtigungen verschlechtern. Dazu zählen:

  • Dysphagie (Schluckbeschwerden)
  • Appetitlosigkeit: Häufig verursacht durch Medikamente oder deren Nebenwirkungen.
  • Gedächtnisprobleme: Manche Betroffene können sich zum Beispiel nicht daran erinnern, wann sie das letzte Mal gegeben haben.
  • Reduziertes Bewusstsein und reduzierte Wachphasen
  • Eingeschränkte Mobilität
  • Schwäche oder Lähmung im Arm oder im Gesicht

 

Die richtige Ernährung nach dem Schlaganfall ist nur ein Aspekt, oftmals ist auch die Motorik von Patienten eingeschränkt und das Essen gestaltet sich daher schwierig.

 


Interdisziplinäre Herangehensweise bei der Schlaganfalltherapie

Bei der Bewältigung dieser Einschränkungen kann ein multidisziplinäres Team bestehend aus Ergotherapeuten, Diätologen, Logopäden, Physiotherapeuten und den behandelnden Fachärzten unterstützen:

  • Physiotherapie: Unterstützung in der Akutphase bei der Rumpfaufrichtung, beim selbstständigen Sitzen und Gehen sowie beim Muskelaufbautraining und bei der Vertikalisierung – all das sind wichtige Faktoren, die selbstständiges essen ermöglichen und essenziell sind für eine funktionierende Verdauung.
  • Ergotherapie: Unterstützung bei der Armaktivität, Begleitung beim Essen, Beratung zu Hilfsmitteln, um die Muskeln und die Koordination beim Essen wieder zu stärken, wenn die Nahrungsaufnahme aufgrund der Lähmung nicht mehr wie gewohnt möglich ist.
  • Logopädie: Hilfe bei Schluckstörungen (Dysphagie), beim (Wieder)erlernen der Sprache etc., um beim Essen und Trinken wieder sicherer und koordinierter zu werden.
  • Diätologie: Beratung zu Lebensmitteln und Zusammenstellung eines Ernährungsplans bzw. Erarbeitung von Ernährungsrichtlinien, um dem Körper ausreichend Nährstoffe zuzuführen.

 

All diese Disziplinen können bei der Beeinflussung und zur Unterstützung der Ernährung nach einem Schlaganfall zum Einsatz kommen, um die Therapie interdisziplinär und von mehreren Richtungen anzugehen – natürlich stets in Absprache mit dem behandelnden Arzt.

 


Mit gezielter Ernährung das Schlaganfallrisiko senken

Patienten, die bereits einen Schlaganfall erlitten haben, weisen ein deutlich erhöhtes Risiko auf, erneut einen Schlaganfall zu erleiden.
Etwa 25 % der Patienten auf entsprechenden Krankenhausstationen hatten bereits einen Schlaganfall in der Vergangenheit und sind nicht das erste Mal deswegen in Behandlung. Mit gezielter, gesunder Ernährung und entsprechenden Lebensmitteln kann das Risiko für das Wiederauftreten eines Schlaganfalls verringert werden. Laut einer Studie kann ein gesunder Lebensstil, der eine sowohl eine ausgewogene Ernährung als auch regelmäßiges Herz-Kreislauf-Training umfasst, das generelle Schlaganfallrisiko um etwa 80 % senken.

Für Betroffene sollte der behandelnde Arzt die erste Ansprechperson sein, wenn es darum geht, den individuellen Therapieplan zu erstellen. Leidet ein Patient beispielsweise an Dysphagie, sollte der Fokus zunächst auf der Verbesserung des Schluckens mithilfe der jeweiligen Fachärzte und Logopäden liegen. Außerdem kann es sehr hilfreich für Patienten sein, herauszufinden, in welcher Sitzhaltung man am sichersten essen und welche Konsistenz der Lebensmittel gut aufgenommen werden kann. Alle diese Strategien und Bedürfnisse sind von Patient zu Patient unterschiedlich und müssen individuell festgelegt werden.

Die Grundregeln der Ernährung zur Vorbeugung von Schlaganfall

The American Heart Association (AHA) recommends getting most of your food from plants. Choose whole foods more often than processed foods.

 

Protein – aus welchen Quellen?

Zusätzlich zu den pflanzlichen Lebensmitteln empfiehlt die AHA die Aufnahme von Protein aus fettarmen Quellen. Dazu gehören fettfreie und fettarme Milchprodukte, Fisch und mageres Fleisch von Huhn oder Pute. Rotes Fleisch solle eher gemieden werden, da es mehr Fett und Cholesterin enthält als weißes. Hülsenfrüchte wie Bohnen, Linsen und Erbsen enthalten wertvolles Eiweiß, Ballaststoffe, Vitamine sowie Mineralstoffe.

 

Kalorienzufuhr und täglicher Energiebedarf

Alle Lebensmittel enthalten Kalorien, die der menschliche Körper benötigt und die er in Energie umwandelt. Einige Betroffene haben nach einem Schlaganfall einen erhöhten Kalorienbedarf. Das könnte daran liegen, dass der Körper bei einer akuten Erkrankung bzw. bei der Genesung mehr Energie verbraucht. Hier können Patienten einen Ernährungsberater oder einen Diätassistenten hinzuziehen. Dieser kann herausfinden, wie viele Kalorien der Patient täglich braucht und dazu beraten, wie dieses Kalorienziel erreicht werden kann.

 


Ernährungsberaterin berät Patienten

Welche Nahrungsmittel das Schlaganfallrisiko erhöhen

Es gibt Lebensmittel, mit denen man das Schlaganfallrisiko senken kann, aber auch solche, die sich negativ auf das Risiko auswirken und dieses erhöhen können. Die AHA empfiehlt daher, den Genuss der folgenden Lebensmittel stark einzuschränken:

  • Alkohol (maximal ein Glas pro Tag für Frauen, maximal zwei Gläser pro Tag für Männer)
  • Cholesterin (vor allem enthalten in rotem Fleisch, Vollmilch und frittierten Lebensmitteln)
  • Industriell verarbeitete Lebensmittel (Müsli, Schinken und Brot)
  • Salz (maximal 6 g pro Tag pro Person, was in etwa einem gestrichenen Teelöffel entspricht)
  • Gesättigte Fette (vor allem enthalten in Butter, Käse und Eiscreme)
  • Zucker

Ernährungsberater und Diätologen können nach einem Schlaganfall den individuellen Energiebedarf ermitteln und darauf abgestimmt einen Ernährungsplan erstellen.

 

Eine unzureichende oder unausgewogene Ernährung kann Patienten bei der Genesung nach einem Schlaganfall beeinträchtigen. Das heißt, die körperlichen Funktionen können langsamer oder gar nicht wiedererlangt werden. Umgekehrt kann das Wohlbefinden und die Genesung mit den Ernährungshinweisen für Schlaganfallpatienten gefördert und verbessert werden. Die Zusammenarbeit mit entsprechendem medizinischen Fachpersonal sowie mit Ernährungsberatern kann daher sehr viele Vorteile für Patienten bringen.

Genesung über die Ernährung hinaus unterstützen

Eine ausgewogene Ernährung ist ein wichtiger Bestandteil der Genesung nach einem Schlaganfall. Um im Alltag wieder mehr Selbstständigkeit zu erlangen, ist jedoch häufig auch der gezielte Wiederaufbau körperlicher Fähigkeiten entscheidend. Ergänzend zu Ernährungsberatung und interdisziplinärer Betreuung kann technologiegestützte Rehabilitation dabei unterstützen, Funktionen wie Arm- und Handbewegungen, Rumpfkontrolle, Stehen, Gleichgewicht und Gehen gezielt zu trainieren. Tyromotion-Geräte wie Diego und Amadeo unterstützen die gezielte Rehabilitation von Arm, Schulter und Hand, während Tymo, Elvis und Lexo Therapieoptionen für Gleichgewicht, Stehen und Gangrehabilitation bieten. Durch die Kombination verschiedener therapeutischer Disziplinen und Ansätze können Patienten auf ihrem Weg zu mehr Funktion, Teilhabe und Selbstständigkeit im Alltag umfassend unterstützt werden.

 


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Kinesio-Taping in der Neurologie als sinnvolle Therapieergänzung
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2. September 2026 7 minutes
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Therapeutin hält oranges Kinesioband in den Händen

Das Kinesio-Tape und sein Nutzen in der neurologischen Therapie

Was ursprünglich nur aus der Welt der Profisportler bekannt war, hat sich mittlerweile seinen Weg in den Trainings- und Sportalltag gebahnt und dort einen festen Platz gefunden: Bunte Pflaster  die sogenannte Tapes  die an allen möglichen Stellen des Körpers angebracht werden können. Aber was genau hat es damit auf sich? Wie funktioniert K-Taping eigentlich und auf welche Art und Weise kann es einen Beitrag bei der neurologischen Therapie leisten? Das alles erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.

 

 

Was ist eigentlich ein K-Tape?

Dieses „bunte Pflaster“ ist ein elastisches Baumwollband, das mit einer speziell aufgebrachten Acrylbeschichtung auf die Haut aufgeklebt wird. Es wird als K-Tape, kinesiologisches Tape oder auch Kinesio-Tape bezeichnet. Im weiteren Verlauf des Artikels wird es K-Tape genannt. Es ist in Längsrichtung dehnbar und ähnlich elastisch wie die Eigendehnung des menschlichen Muskels. Außerdem ist es luft- und wasserdurchlässig, wodurch es gut verträglich ist. K-Tapes werden meistens in vier verschiedenen Farben verwendet, die alle dieselben Eigenschaften aufweisen.

 

Klassisches Taping vs. Kinesio-Tape

Das elastische Material ist das, was das K-Taping vom klassischen Tapen unterscheidet. Beim klassischen Tapen wird ein unelastisches Material verwendet, weil in diesem Fall Gelenke stabilisiert oder ruhiggestellt werden sollen. Die Bewegungsfreiheit wird damit eingeschränkt. Am Beginn der Entwicklung des K-Tapes stellte man die Beeinflussung der Muskulatur über die Propriozeption – die Eigenwahrnehmung des Köpers – in den Vordergrund. Dabei  war es allerdings wichtig, dass die Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt wird. Deshalb auch der Name Kinesio-Tape, der sich vom griechischen Wort Kinesis für Bewegung ableitet. Das Aufkleben des K-Tapes auf die Haut beeinflusst die Hautrezeptoren in genau diesem Bereich. Das wiederum wirkt sich auf die Propriozeption, die Muskulatur, die Bänder und somit letztendlich auf die Körperfunktionen aus. Aus den anfänglichen Muskelanlagen hat sich mittlerweile ein breites Behandlungsspektrum des K-Tapings entwickelt.

 


Wie funktioniert das K-Tape?

In unseren Hautschichten befinden sich sehr viele Rezeptoren, die  Druck, Berührung, Zug, Kälte oder Wärme erfassen und diese Reize an das Gehirn weiterleiten. In den Hautschichten befinden sich auch Blut- und Lymphgefäße sowie Nerven, die ins Bindegewebe eingebettet sind. Indem man das K-Tape auf verschiedenen Stellen und durch unterschiedliche Anlagetechniken am Körper anbringt, kann auf bestimmte Probleme gezielt Einfluss genommen werden.

 

Man spricht von 4 unterschiedlichen Anlagetechniken:

  • Muskelanlagen: Diese Art findet bei Verletzungen der Muskulatur, bei hoher oder niedriger Ruhespannung der Muskulatur (Hyper-/Hypotonus) oder gestörter Muskelaktivierung seine Anwendung.
  • Ligamentanlagen: Diese Technik unterstützt die Bandstrukturen und wird daher bei Verletzungen und Überlastungen von Bändern und Sehnen angewendet.
  • Korrekturanlagen: Hier unterscheidet man zwischen funktionellen Korrekturanlagen und Faszienkorrekturanlagen. Eine funktionelle Anlage bewirkt eine Positionsverschiebung eines Knochens, der sich in einer Fehlstellung befindet, und hilft, diese zu korrigieren. Faszienkorrekturanlagen unterstützen die Lockerung von Faszien und können so eine Linderung der Schmerzen bewirken.
  • Lymphanlagen: Diese Art der Anlage wird eingesetzt, um das Anheben der Haut zu unterstützen und somit den Abfluss der Lymphflüssigkeit zu fördern.

Durch die Anlage eines K-Tapes werden immer alle genannten Bereiche gleichzeitig beeinflusst. Das Verschieben der Haut bei Bewegung wirkt auf die Mechanorezeptoren in der Haut, womit eine Schmerzdämpfung erzielt wird.

 

Wann darf das K-Tape nicht verwendet werden?

Auf offenen Wunden, noch nicht verheilten Narben, pergamentartiger Haut und bei bekannten Allergien gegen Acryl dürfen Tapes nicht verwendet werden. Vorsicht ist außerdem bei Reaktionen auf Silikon geboten. Werden blutverdünnende Medikamente eingenommen, kann es aufgrund der anhebenden Wirkung der Taping-Anlage zu kleinen Einblutungen in der Haut kommen. Manche Personen reagieren auch mit Juckreiz oder Quaddelbildung. Wenn das Tape nicht vertragen wird, kann es jederzeit selbstständig entfernt werden. Für eine noch leichtere Entfernung kann man etwas Öl auf das Tape aufbringen.

 

Wie können K-Tapes in der Neurologie eingesetzt werden?

Es gibt mittlerweile einige Forschungsarbeiten, die zeigen, dass K-Tape-Anlagen bei vielfältigen neurologischen Problemen zu deutlichen Verbesserungen führen können. Der Einsatz von K-Tapes verbessert bei Lähmung oder Schwäche die Funktion der oberen und unteren Extremitäten, beispielsweise nach einem Schlaganfall. Schmerzen, die durch eine Sub- bzw. Teilluxation des Schultergelenks (eine Vergrößerung des Gelenksspalts aufgrund fehlender Muskelspannung bei einer Lähmung des Armes) auftreten können, konnten damit deutlich reduziert werden. Auch die Subluxation selbst konnte durch die Anbringung eines K-Tapes vermindert werden. Im Hinblick auf die Gleichgewichtsfunktion und auch das Gehen konnte durch den zusätzlichen Einsatz von K-Tapes ebenfalls eine positive Wirkung erzielt werden. Eine Schwellung der Hand nach einem Schlaganfall kann ebenso durch eine Lymphtapeanlage positiv beeinflusst werden.

 


Beispiele für K-Taping in der Neurologie

Schmerzreduktion bei subluxiertem Schultergelenk & Reduktion der Subluxation

Ein Schlaganfall kann dazu führen, dass eine Körperseite gelähmt zurückbleibt. Reduzierte Muskelspannung und die Schwerkraft, die in aufrechter Körperposition auf den gelähmten Arm einwirkt, führen häufig zur sogenannten Subluxation. Das kann sowohl Schmerzen aufgrund des Zuges an den Bandstrukturen und Sehnen sowie an der Gelenkskapsel hervorrufen.

 

Therapeut klebt Kinesioband auf die Schulter des Patienten

Durch das Anbringen eines K-Tapes kann…

…der Tonus – also die Spannung – in der Muskulatur beeinflusst werden.

…die Wahrnehmung der gelähmten Seite durch die ständige Aktivierung der Hautrezeptoren gefördert werden. Wenn der gelähmte Arm besser gespürt wird, kann Verletzungen vorgebeugt werden.

…der Lymphabfluss und die Blutzirkulation verbessert werden.

…der Schmerz durch Reizung der Mechanorezeptoren in der Haut verringert werden.

 

Bei der Subluxation des Schultergelenks kann die Anwendung eines K-Tapes die Subluxation selbst und den Schmerz reduzieren (Beispielbild).

Therapeut streift Kinesioband über den Fuß des Patienten

Aktivierung der Fußhebermuskulatur

Häufig kommt es nach einem Schlaganfall zu einem Ungleichgewicht der Muskelspannung im Bein. Dabei zeigt sich vorwiegend eine Schwäche jener Muskulatur, die für das Heben des Fußes zuständig ist. Wenn eine Fußheberschwäche besteht, kann aufgrund der fehlenden Muskelkraft der Vorfuß beim Gehen kaum bis gar nicht angehoben werden. Dadurch besteht das Risiko bei Bodenunebenheiten hängen zu bleiben, wodurch sich die Stolper- und Sturzgefahr massiv erhöht. Eine aktivierende K-Tape-Anlage an der fußhebenden Muskulatur kann hier unterstützend wirken.

 

Oftmals bleibt nach einem Schlaganfall eine Fußheberschwäche zurück, die unterstützend mit K-Tapes therapiert werden kann (Beispielbild).

Handödem – Reduktion mittels Lymphtape

Ist der Handrücken geschwollen, spricht man von einem Handödem – ein ebenfalls sehr häufiges Symptom nach einem Schlaganfall. Einerseits ist der Lymphabfluss beeinträchtigt, was oftmals mit der nicht vorhandenen Muskelaktivität der Hand zusammenhängt und die Hand daher nur eingeschränkt bewegt werden kann. Andererseits spüren Betroffene ihre Hand nicht gut, daher kann es vorkommen, dass die Hand nicht richtig gelagert oder eingeklemmt ist, ohne dass der Betroffene es bemerkt. Das alles kann die Schwellung zusätzlich verstärken und die Schmerzen weiter intensivieren.

 

Durch das Anlegen eines Lymphtapes wird …

…der Lymphabfluss verbessert.

…die Wahrnehmung der Hand gefördert.

…die Hand aufgrund der bunten Farben besser gesehen, wahrgenommen und beachtet.

…der Verschlechterung der Symptomatik entgegengewirkt.

 

Die Verwendung eines K-Tapes kann bei diversen neurologischen Störungen eine sinnvolle Therapieergänzung darstellen. Der wesentliche Vorteil liegt darin, dass die Wirkung des K-Tapes auch nach der Therapie weiterbesteht und therapieunterstützend wirkt, solange es auf der Haut verbleibt. Fragen Sie diesbezüglich Ihren Therapeuten bzw. Ihre Therapeutin, ob die Anbringung eines K-Tapes bei Ihren Beschwerden sinnvoll ist.

 

Therapeutische Ansätze in der Neurorehabilitation sinnvoll kombinieren

Kinesio-Taping kann ein wertvoller Bestandteil eines umfassenden neurorehabilitativen Therapiekonzepts sein. Abhängig von den individuellen Therapiezielen des Patienten kann es eine aktive, aufgabenorientierte Therapie zur Verbesserung von Bewegung, Gleichgewicht und funktionellen Fähigkeiten sinnvoll ergänzen. Technologiegestützte Rehabilitation kann diese Therapiemöglichkeiten zusätzlich erweitern: Tyromotion-Geräte wie Diego für die Arm- und Schulterrehabilitation, Amadeo für die Handrehabilitation, Tymo für Gleichgewicht und posturale Kontrolle oder Lexo für das Gangtraining ermöglichen gezieltes und hochrepetitives Training in unterschiedlichen Phasen der Rehabilitation. Durch die Kombination verschiedener Therapieansätze und deren individuelle Anpassung an die Bedürfnisse der Patienten können Therapeuten ein umfassendes Rehabilitationsprogramm gestalten, das aktive Beteiligung und therapeutische Fortschritte unterstützt.

 


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Workshop – Technologie-gestützte Neuro-Reha in der Praxis
News
27. August 2026 1 minute
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Tyromotion-Geräte in einem Raum mit Patienten und Therapeuten. Patienten nutzen die Geräte Diego, Myro, Amadeo und Pablo.

Moderne Therapie live erleben. Erfahrungen austauschen. Systeme selbst testen.

Slinky Background

Für Physio- und Ergotherapeuten, Praxisinhaber und therapeutische Leitungen.

Erleben Sie Neuro-Rehabilitation live am Patienten und testen Sie moderne Therapiesysteme selbst.

 

Programm Highlights

 

  • 13:10 Praxisinterview mit Johann Zachskorn
    Gangtherapie, Therapiekonzepte und Erfahrungen aus den Aktivräumen

  • 13:40 Live-Therapie mit Patienten
    LEXO und h/p/cosmos im praktischen Einsatz

  • 15:40 Hands-on
    Systeme ausprobieren und Anwendung erleben

  • 16:25 Ergotherapie + Physiotherapie
    Interdisziplinäre Ansätze, Verordnung & Abrechnung

  • 16:55 Assessments in der Praxis
    Zeitfresser oder echter Mehrwert?

  • 17:05 Exkurs: Obere Extremität
    Therapieansätze für Schulterpatienten & Blankoverordnung “Schulter”

  • 17:45 Ende der Veranstaltung

 

Referenten

Johann Zachskorn – Aktivräume Deggendorf

Benjamin Schardt – Physiomed Group | Key-Account-Manager Vertrieb Deutschland, Regionalleiter Süd-Ost

Frank Kaiser – Referent & Moderation | Area Sales Manager Tyromotion

Slinky

Moderne Therapie live erleben.

Datum: 16.10.2026
Ort: Aktivräume Deggendorf, Hafenstraße 28, 94469 Deggendorf

Eine Veranstaltung von Tyromotion und physiomed

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